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Verschleißteile

Verschleißteile

Die üblichen Verschleißteile an fast allen Motorrädern.

Reifen

Da im Gegensatz zu den meisten Hondamodellen der 80er Jahre noch durchgängig Speichenräder verbaut wurden, ist zum Betrieb sowohl Mantel wie auch ein Schlauch nötig. Die Reifengröße beträgt vorne 3.00-17 und hinten 3.50-16 und der Luftdruck ist im Handbuch mit 1,75 kg/cm² (1,7 bar 1)) vorne und hinten mit 2,25 kg/cm² (2,2 bar) angegeben.

Derzeit gibt es nur wenige mögliche Hersteller (es müssen vorne und hinten Reifen vom selben Hersteller gefahren werden)

Quelle: Honda Reifenfreigabe, Seite 11, 12

Honda empfiehlt die Reifen zu wechseln wenn die Profiltiefe vorne 1,6mm und hinten 2mm beträgt. Zudem sollten Reifen nicht länger als ca. 5 Jahre auf dem Fahrzeug verbleiben, weil durch Aushärten der Gummimischung schon bei geringen Schräglagen Rutschgefahr besteht (mehrfach pers. nachgewiesen :-/ )- von anderen Reifenschäden ganz abgesehen.

BRIDGESTONE L 301 3.00-17 45P TT+/- 45 Euro
BRIDGESTONE S 701 3.50-16 58P TT reinf.+/- 52 Euro

oder

METZELER ME 22 3.00-17 50P TT reinf.+/-30 Euro
METZELER Block C 3.50-16 58P TT reinf.+/- 74 Euro

Bei www.mopedreifen.de kostet (Juni 2014) ein Satz Bridgestones incl. passender Schläuche und Versand rund 125,- Euro. Vergleichsmöglichkeiten auch z.b. bei diesen Versendern

Alternative Bereifung

Neben der bekannten Standardbereifung wurde auch versucht alternative Hersteller Reifenpaarungen zu finden. Darunter befand sich auch der deutsche Hersteller Heidenau. Die Reifenpaarung K33 und K58 würde theoretisch passen, aber lt. Aussage aus dem Verkauf handelt es sich bei dem „K33 um ein klassisches Motorradprofil für den Sraßeneinsatz. Der K58 tendiert schon in Richtung Endurobereifung für leichten Geländeeinsatz. Sicherlich ist ein Kombination der beiden Reifen im normalen Fahrbetrieb möglich, jedoch durch die Mischung Enduro- und Straßenprofil vielleicht nicht optimal.“

Und leider auch den Nachsatz: „Eine andere Alternative können wir Ihnen leider nicht anbieten.“

Bremsen

Vorne und hinten sind Trommelbremsen mit Simplex-Innenbacken verbaut, die aber eine unterschiedliche Größe haben und deswegen nicht mit den gleichen Bremsbacken bestückt werden können (vorne 110 cm², hinten 123 cm²). Achtung: Im Zubehör sind für vorne unterschiedliche Varianten im Handel, Modell 80-81 und 82-X.

Anleitungen

Anleitung zum Wechsel von Trommelbremsen:

Zündkerzen

Honda empfiehltneuere Modelle 2)
Unter 5° C NGK C6H oder ND U20FS
StandardNGK C7HS oder ND U22FSNGK CR 7HS
Hohe BelastungNGK C9H oder ND U24FB

Aufschlüsselung:

  • C = 10mm Gewindedurchmesser, 16,0 Sechskant
  • R = Entstörwiderstand (optional)
  • 6,7,9 Wärmewert (je höher desto kalttypiger)
  • H = 12,7mm Gewindelänge
  • S = Standardtyp

Kette

Bedingt durch bessere Herstellungstechniken, sind durchaus Laufzeiten zwischen 30.000 und 50.000 km mit einem einzelnen Kettenkit (bestehend aus Kette, Kettenrad hinten und Kettenritzel vorne am Motor) möglich. Während Standardkettenkits ca. 35 Eur kosten und deutlich kürzere Laufzeiten haben, sind die verstärkten O- X- und Z-Ring Ketten mit zusätzlichen, fest verbauten Schmierelementen ausgestattet und kosten zwischen 60 und 100 Euro.

Eine sinnvolle Mehrinvestition, wenn sowieso ein Wechsel ansteht, da neben dem Materialpreis ja auch die eigene Arbeitszeit oder eine Werkstattstunde (50-90 Eur) für den Ketteneinbau benötigt wird. Schon die erste Kette kann also den Materialmehrpreis wieder ausgeleichen. Neben den üblichen Onlineversandhäusern bietet auch www.mykettenkit.de eine X-Ring-Kette mit Clipschloß für rund 85 Eur (Ende 2013) an.

Geschmiert werden sollte die Kette immer dann, wenn Sie fast trocken ist, bei Schönwetterfahrern so zwischen 500 und 1000 km, Regen- und Winterfahrer müssen vermutlich noch häufiger ran. Es empfiehlt sich ein gut haftendes Kettenspray bereits nach der letzten Fahrt des Tages aufzubringen und nicht erst vor einer Fahrt, um der Abschleuderung des Schmiermittels entgegenzuwirken.

Anleitungen

Öl

Das Handbuch sagt API-SE 3) 10W-40 4-Takt Öl von Honda oder ähnlich. In der Praxis sollte jedes mineralisches Baumarktöl (10W-40) ausreichen, es werden ca. 1.4 - 1.5 Liter Füllmenge beim Ölwechsel benötigt. Die Maschine hat keinen Ölfilter, sondern nur ein fest verbautes Ölsieb, welches aber nur bei einer weitreichenden Demontage des Motors zugängig ist und nicht im Wartungsintervall gereinigt werden muss. Es empfiehlt sich, eine magnetische Öl-Ablaßschraube aus dem Zubehör zu montieren, welche feine Eisenabriebspäne im Motor unten im Ölbad bindet.

Um den Ölstand zu messen, muss die Maschine warm gefahren sein. Anschließend das Motorrad gerade aufstellen (bzw. festhalten, weil der Seitenständer zu schräg hält und den Öl Meßstab rausschrauben. Nach 2-3 Minuten in gerade Position den Ölstab in die Öffnung halten und nicht einschrauben. Der Stand sollte zwischen den beiden Markierungen am unteren Ende sein.

Auch zum Ölwechsel sollte das Öl warm sein, damit alles ordentlich raus läuft. Nach dem normalen Auslaufen lassen den Kickstarter 2-3x langsam betätigen (natürlich ohne Schlüssel) um die Reste raus zu bekommen. Nach dem Zuschrauben der Ablaßöffnung und dem Einfüllen des neuen Öls bis zur oberen Markierung den Motor ein paar Minuten im Standgas laufen lassen und erneut den Ölstand und die Dichtigkeit prüfen.

Wartungsintervalle

Bedingt durch bessere Qualität der Verschleissteile kann durchaus von den ehemals vorgegebenen Wartungsintervallen (Ölwechsel 3000km, Zündkerzenwechsel 12000km, sonstige Wartungsarbeiten 6000km) abgewichen werden. Gerade bei Öl (~7500km getestet) und Zündkerzen (15000km) hat sich die Qualität zum Erscheinungsjahr deutlich verbessert.

Reparaturen

Neuteile, bzw. nachgebaute Teile von Nicht-Verschleissteilen gibt es im Zubehörhandel im Internet, Gebrauchtteile neben eBay z.B. auch von Händlern unter

2)
R für funkentstört
3)
Motoröl für sehr hohe Anforderungen bei Otto-Motoren (von 1971 bis 1979)
verschleissteile.txt · Zuletzt geändert: 2017/07/21 23:54 von CM200t